in dieser Rubrik werden Veranstaltungen veröffentlicht, die nicht von der Kreisgemeinschaft Lyck veranstaltet werden. Anfragen zu den jeweiligen Veranstaltungen bitte direkt an die Veranstalter schicken. Diese Informationen sind rein informativ, die Kreisgemeinschaft Lyck hat mit den Veranstaltungen nichts zu tun.

Stationen der Wanderausstellungen der Stiftung

 

ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN

 

Die Wanderausstellungen sind im März 2018

an folgenden Orten zu sehen:

 

„Die Gerufenen – Deutsches Leben in Mittel- und Osteuropa“

 

21. März 2018 bis 27. Juni 2018

Museum Fürstenwalde

Domplatz 7, 15517 Fürstenwalde

 

Öffnungszeiten:

 

Dienstag bis Sonntag:

13.00 Uhr bis 18.00 Uhr

 

 

„Verschwunden - Orte, die es nicht mehr gibt“

 

21. März 2018 bis 12. April 2018

 

Neues Rathaus Leipzig

Martin-Luther-Ring 4-6, 04109 Leipzig

 

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag:

08.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Freitag:

08.00 Uhr bis 15.00 Uhr

NRW-Landestreffen der Ostpreußen, Schlesier und Pommern am 8. Juli 2018 auf Schloss Burg

Plakat_Landestreffen 2018_3_PLM NRW.pdf
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Informationen über aktuelle Veranstaltungen und Ausstellungen im Ostpreußischem Landesmuseum

 

im März und April 2018.

03_04_Monatspresse_2018_OL_.pdf
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Landsmannschaft Ostpreußen,

Landesgruppe M-V

 

17389 Anklam

Hirtenstr. 7a,

Tel. 09371 - 245 688

 

Ostpreußen - Unsere Heimat - Eure Heimat

 

Großer Zuspruch beim 22. Landestreffen der Ostpreußen

in Mecklenburg-Vorpommern

 

Schwerin. - Alle Ostpreußen, die heute in Mecklenburg-Vorpommmern leben, waren am 23. September 2017 zum 22. Landestreffen nach Schwerin eingeladen. Die große Sport- und Kongresshalle füllte sich mit fast 2.000 Landsleuten und Freunden der Heimat bis auf den letzten Platz. Zahlreiche Besucher reisten mit Bussen, Bahn und Pkw aus allen Landesteilen an, viele auch aus Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Busse kamen nicht nur aus Hamburg, Bremen und Iserlohn, sondern sogar aus Bayern mit Dr. Jürgen Danowski und aus Baden-Württemberg mit Uwe Jurgsties von den Memellandkreisen und Uta Lüttich, der Frauenbeauftragten der Landsmannschaft. Zahlreiche alte und neue ostpreußische Kreisvertreter waren gekommen, so der gesamte Vorstand der Stadtgemeinschaft Tilsit mit Hans Dzieran, Siegfried Dreher von den Heiligenbeilern, Hubertus Hilgendorff von den Rastenburgern, Bärbel Wiesensee von den Lyckern und viele andere mehr. Weitestgereiste Gäste waren zwei Ostpreußen aus den USA und einer aus Kanada. Denn die Veranstalter hatten intensiv geworben: 3.000 Einladungen waren verschickt sowie über 100 Zeitungen und die Regionalsender informiert worden. Auch die landsmannschaftlichen Heimatkreis- und Ortsgruppen luden zum Teil kräftig ein. Trotz Älterwerdens, Krankheit oder Tod lässt der Zuspruch nicht nach - im Gegenteil: Es waren auffallend viele neue Gesichter zu sehen. Etliche Besucher verabredeten sich schon lange vorher, andere trafen sich nach einer Ostpreußenreise im Sommer nun in Schwerin wieder. Dank der mannsgroßen Schilder aller 40 ostpreußischen Heimatkreise und der dazugehörigen Anwesenheitslisten konnten sich die Landsleute leicht finden. Schon beim Eintritt in die Halle wurden die Ankommenden vom Chor der deutschen Minderheit Neidenburg musikalisch begrüßt. Am vollbestückten Verkaufsstand des BdV Anklam versorgten fleißige Hände die Landsleute mit den begehrten Heimatbüchern, Landkarten und über 7.500 kleinen und großen Flaschen Bärenfang. Ute und Dieter Eichler vom Heimatkreis Lötzen hatten ebenfalls ein heimatliches Angebot mitgebracht. Am Stand des Volksbundes konnten Suchanfragen nach dem Verbleib von Angehörigen und Freunden seit dem Kriege gestellt und einige sogar geklärt werden. Um den reibungslosen Ablauf des Treffens sorgten sich 40 ehrenamtliche Helfer.

 

Wiedersehen - Wiederfinden

 

Doch schon forderte das randvolle Programm die Aufmerksamkeit aller. Punkt 10 Uhr intonierte das Landespolizeiorchester Mecklenburg-Vorpommern zum Auftakt preußische Marschmusik. Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den LO-Landesvorsitzenden Manfred Schukat wurden 72 Heimatfahnen aufgerufen und unter den Klängen von „Preußens Gloria“ feierlich in die Halle getragen. Das geistliche Wort sprach der pommersche Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit aus Greifswald, dessen Vater bis 1948 in Wedereitischken bei Ragnit unter den Russen ausharren musste. Sein Thema war der Kern des christlichen Glaubens – die Versöhnung mit Gott und den Menschen. Eigens nach Schwerin war auch der Bischof der litauischen Lutheraner, Mindaugas Sabutis aus Tauroggen, gekommen. Beide Bischöfe sprachen Vaterunser und Segen in deutscher und litauischer Sprache. Anschließend erhoben sich die Versammelten zu einem ergreifenden Totengedenken und dem gemeinsamen Gesang des Ostpreußenliedes. Höchster Ehrengast war der neue Botschafter der Republik Litauen in Deutschland, S.E. Darius Jonas Semaška – der vierte in Folge, der die Landestreffen in Mecklenburg-Vorpommern mit seinem Besuch beehrt. Das Landespolizeiorchester hatte eigens für ihn die litauische Nationalhymne einstudiert. Der Botschafter zeigte sich sehr beeindruckt von der Großveranstaltung und hob die vielfältigen Verbindungen zwischen Ostpreußen und Litauen in der Geschichte hervor. Dazu machte er auf das kürzlich erschienene Buch „Die Jahreszeiten“ des ostpreußischen Pfarrers Christian Donalitius aufmerksam, welcher das Leben der Bauern in Preußisch-Litauen um 1750 beschreibt und der als „litauischer Goethe“ gilt. Die Bücher waren am Verkaufsstand erhältlich und wurden vom Botschafter vor Ort signiert. Leider hatte der Minderheitenbeauftrage der Woiwodschaft Ermland-Masuren, Wiktor Marek Leyk aus Allenstein, familiärer Gründe wegen kurzfristig absagen müssen, aber ein engagiertes Grußwort geschickt. In Abwesenheit erklang für ihn die polnische Ermland-Hymne. Weitere Grußworte entboten die Justizstaatssekretärin Birgit Gärtner aus Schwerin, der Präsident der Deutschen in Polen, Bernard Gaida aus Oppeln, Hans-Jörg Froese vom Bundesvorstand der Landsmannschaft Ostpreußen und Karsten Richter von der Deutschen Kriegsgräberfürsorge. Grüße aus der Heimat überbrachten die Vertreter der deutschen Vereine in Ostpreußen, Magdalena Piklaps aus Memel, Barbara Rużewicz aus Lötzen und das ostpreußische Urgestein Paul Gollan aus Neudims bei Rößel.

 

Ostpreußen verbindet uns

 

Mit dem stehend gesungenen Deutschlandlied bekannten sich die Versammelten zu „Einigkeit und Recht und Freiheit“ - damit schloss die würdige Feierstunde.  Der Nachmittag trug dem gemütlichen Beisammensein Rechnung. Nach dem Ansturm auf die obligatorischen Königsberger Klopse moderierte Heimatsänger BernStein ein opulentes Non-Stop-Programm, beginnend mit ostpreußischer Folklore der Jugendtanzgruppe „Saga“ Bartenstein und dem Chor „Stimme der Heimat“ Lötzen. Dessen Leiter Darek „erbte“ vor Ort von dem Rastenburger Ulrich Braun aus Tribsees ein wundervolles Akkordeon mit 120 Bässen. Zwei farbenfrohe und stimmgewaltige Auftritte mit russischen und deutschen Volksliedern brachte der Kant-Chor Gumbinnen zu Gehör. Ebenso viel Beifall erhielen der Shanty-Chor „De Klaashahns“ Rostock und die Mecklenburg-Pommeraner Folkloregruppe Ribnitz-Damgarten, die schon Stammgäste bei den Ostpreußen sind und das Gastgeberland vertraten. Ohne Kunstpausen folgten die Chöre „Heide“ aus Heydekrug und „Warmia“ aus Heilsberg. So konnte auch die übliche Polonaise nicht ausbleiben, der sich spontan Alt und Jung anschlossen und die mehrere fröhliche Runden durch den Saal zog. Die 130 Landsleute aus allen drei Teilen Ostpreußens wurden zuletzt mit den anderen Mitwirkenden zum Großen Finale auf die Bühne gerufen. Angesichts dieser frohen und bunten Runde unter dem Dach Ostpreußens rief Landesvorsitzender Manfred Schukat allen Anwesenden zu: „Ostpreußen – das ist unsere Heimat, aber es ist auch Eure Heimat!“ Nur wenige Besucher waren vor der Zeit gegangen, die meisten bis zum Schluss geblieben. Mit gegenseitig gereichten Händen auf der Bühne und im Saal stimmten Besucher und Gäste, viele unter Tränen, zum Abschied noch einmal laut das Ostpreußenlied an. Das NDR-Nordmagazin strahlte am selben Abend einige Glanzlichter des Treffens und ein kurzes Interview mit Manfred Schukat aus. Das nächste große Wiedersehen ist am 22. September 2018 zum 23. Landestreffen der Ostpreußen in der Stadthalle Rostock geplant. 

Kulturzentrum Ostpreußen - Veranstaltungsprogramm 2018 und aktuelle Publikationsliste

Veranstaltungskalender 2018 m. Bild_1910
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Stationen der Wanderausstellungen der Stiftung ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN
August 2017 - Zentrum gegen Vertreibung
170801 - Termine Wanderausstellungen Aug
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Themenwochenende  Samstag, den 29. Juli  und Sonntag, den 30. Juli 2017 

 

unter der Schirmherrschaft der Ur-Urenkelin von Geheimrat Lenz, Frau Hedda Lenz

 

Vor genau 125 Jahren, in der ersten Hälfte des Jahres 1892 wurde im damaligen preußischen Land-tag an der Ausformulierung eines Gesetzes über Klein- und Privatanschlussbahnen gearbeitet. Das am 28. Juli 1892 verkündete Gesetz ermöglichte nun einen kostengünstigen Bau von Schienen-bahnen zur Erschließung des platten Landes. Die aus privater oder kommunaler Initiative ent-stehenden Kleinbahnen hatten einen nicht zu unterschätzenden Anteil am Aufblühen ganzer Land-striche. Erst mit der Kleinbahn siedelte sich Industrie an, blühte der Fremdenverkehr auf und wurde der Abtransport regionaler Erzeugnisse ermöglicht. 

Quasi zeitgleich mit dem Kleinbahngesetz war in Stettin die Eisenbahnbau- und Betriebsgesell-schaft Lenz & Co.  von Geheimrat Friedrich Lenz und einigen Bankhäusern gegründet worden. Aber auch das Krupp`sche Stahlgussunternehmen in Essen beteiligte sich an der GmbH  Lenz & Co.  Dieses Unternehmen entwickelte sich in der Folgezeit zum größten und bedeutendsten seiner Art im Deutschen Kaiserreich. 

Lenz  & Co.  baute und betrieb u.a. in den preußischen Provinzen zwischen Geilenkirchen und  Lyck sowie zwischen Sonderburg und Sigmaringen rund 100 Kleinbahnen. 

Für die Kleinbahnprojekte in der Rheinprovinz errichtete Lenz & Co. in Köln eine Bau- und Betriebs-abteilung aus der später die Westdeutsche Eisenbahngesellschaft AG hervorging.

Ein Teilstück der westlichsten Lenz-Kleinbahn auf dem europäischen Kontinent, der Geilenkir-chener Kreisbahn, besteht bekanntlich seit Anfang der siebziger Jahre unter der Trägerschaft der Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr als Rheinisches Kleinbahnmuseum Selfkantbahn fort. 

An die Entstehung dieses für die Entwicklung des Kleinbahnwesens wichtigen preußischen Ge-setzes, welches in Berlin übrigens immer noch Gültigkeit hat, und besonders an das Wirken von Geheimrat Friedrich Lenz und seiner Unternehmungen im Deutschen Reich und in den damaligen afrikanischen Kolonien erinnert die IHS mit  diesem Themenwochenende.

 

               Was bei dieser zweitägigen Sonderveranstaltung u.a. fährt,  was es sonst

         noch zu sehen gibt und was vermittelt wird:     

• Fahrzeuge früherer Lenz-Bahnen sind Gäste bei der Selfkantbahn und ermöglichen eine Zeitreise in die Blütezeit der ländlichen Kleinbahnen

• Eine Ausstellung von Kleinexponaten, Dokumenten, Schriftstücken und Bildern zeigt die Geschichte der Eisenbahnbau-  und Betriebsgesellschaft Lenz & Co. GmbH und der verbundenen Unternehmen

• Informationen zur Entwicklung des preußischen Kleinbahngesetzes

 

Samstag, 29. Juli 2017

• Zugverkehr nach Sonderplan zwischen ca. 12:00 bis 18:00 Uhr

• Ausstellung geöffnet von 11:00 bis 18:30 Uhr

• Vorträge zur Geschichte von Lenz & Co. und ausgewählter Bahnen

 

Sonntag, 30. Juli 2017 

• Es verkehren die Züge des sonntäglichen Regelfahrplans

• Zusätzliche Züge bestehend auch aus den Gastfahrzeugen

• Ausstellung geöffnet von 10:00 bis 18:00 Uhr

• Vorträge zur Geschichte von Lenz & Co. und ausgewählter Bahnen

 

               Begriffe wie Barrierefreiheit, höhengleicher Einstieg etc. waren beim Bau der Kleinbahnen und ihrer Betriebsmittel noch unbekannte Vokabeln. Im 21. Jahrhundert kann sich hingegen auch eine Museumsbahn den Reisebedürfnissen von mobilitätsbehinderten Mitbürgern nicht verschließen. 

Der zum „Wagen für alle“ umgebaute Reiszugwagen Nr. 129 der Selfkantbahn bietet auch Rollstuhl- und  Rollatornutzern ein angenehmes Ambiente. 

               Dieser  „Wagen für alle“  wird am Samstag, den 29.7., in mindestens einem nachmittäglichen Zugpaar mitgeführt und kommt am Sonntag, 30.7., in allen Dampfzügen des sonntäglichen Regelfahrplans zum Einsatz.  

               Auch die Ausstellungshalle ist barrierefrei erreichbar.  Die Personale der Selfkantbahn zeigen gerne den nur wenige Schritte längeren Weg.

 

               Eine neue Anfahrtsmöglichkeit bietet die kürzlich eröffnete B56n, sie verbindet die A46 und die A2.  Dadurch ist die Anfahrt zur Selfkantbahn noch einfacher geworden.

 

               Weitere Informationen zu dem Themenwochende „Bahnen für das platte Land“ und zur Selfkantbahn allgemein sind unter www.selfkantbahn.de zu finden.

 

Die Darstellung von Flüchtlingsschicksalen im deutschen Spielfilm nach 1945
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2017 KS Anmeldeformular.pdf
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Ausstellung „Orte, die es nicht mehr gibt“

Ausstellung des ZgV im Kronprinzenpalais, Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der Anlage erhalten Sie unseren Flyer zur derzeit im Berliner Kronprinzenpalais gezeigten Ausstellung „Verschwunden - Orte, die es nicht mehr gibt“.

Wir laden Sie, Ihre Familien und Freunde ein, die Ausstellung zu besuchen und die Ursachen des Verschwindens kennen zu lernen. Inhaltlich nimmt sich die Schau der verschwundenen Dörfer, Kirchen, Schlösser, Friedhöfe, aber auch der menschlichen Bezüge an, die nach der Vertreibung 1945 untergegangen sind. Die Ausstellung wird durch einen Film und Zeitzeugeninterviews ergänzt.

Gerne können Sie auch Führungen durch die Ausstellung buchen.

Bitte leiten Sie die Information an Ihre Mitglieder oder Interessierte weiter.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.ausstellung-verschwundeneorte.de .

Vielen Dank.

Flyer - Verschwunden - Orte, die es nich
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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,


in seiner Dissertation über heimatvertriebene Apotheker nach dem Zweiten Weltkrieg sucht der Doktorand Jochen Schröder Apothekerfamilien, die nach 1945 aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und den von Deutschen bewohnten ost- und südosteuropäischen Gebieten in die Bundesrepublik oder in das Gebiet der früheren DDR kamen. Sind Sie selbst betroffen, oder kennen Sie Nachfahren von vertriebenen Apothekern?


Im Institut für Geschichte der Pharmazie in Marburg forscht Jochen Schröder über die Vertreibung und Integration deutscher Apotheker nach dem Zweiten Weltkrieg. Schröder: „Bitte melden Sie sich, wenn Sie Kenntnisse, Archivmaterial oder Fotos über Apotheker aus dieser Zeit besitzen. Wir freuen uns über Ihre Hilfe!“


Kontakt: Jochen Schröder, Haidlenstraße 23, 70597 Stuttgart, Telefon (0711) 46 29 11, Fax (0711) 765 33 84, E-Mail: jochen.schroeder@staff.uni-marburg.de, oder: Professor Christoph Friedrich, Institut für Geschichte der Pharmazie, Roter Graben 10, 35032 Marburg, Telefon (06421) 28 22 829, ch.friedrich@staff.uni-marburg.de .

Auch um Fotos bittet Jochen Schröder. Hier eine Aufnahme aus Heinrichswalde: Der Apotheker Gehrmann 1928 vor seinem Geschäft.








Bild: Bildarchiv der Kreisgemeinschaft Elchniederung im www.bildarchiv-ostpreussen.de

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an mich.

Mit freundlichen Grüßen
Hanna Frahm
 
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hanna Frahm M.A.
Landsmannschaft Ostpreußen e. V.
Buchtstraße 4
22087 Hamburg
Tel.: 040 / 414008 - 26
Fax: 040 / 414008 - 19
frahm@ostpreussen.de
www.ostpreussen.de

Landsmannschaft Ostpreußen e. V.
Vorstand: Stephan Grigat, Gottfried Hufenbach
Geschäftsführer: Dr. Sebastian Husen
St.-Nr. 17 454 00 309 - Ust.-ID: DE 118718969 Amtsgericht Hamburg, VR 4551 HSH Nordbank, Kto. 180 901 000; BLZ 210 500 00

Zwangsarbeiterentschädigung bleibt ein Gebot der Gerechtigkeit
Bund der Vertriebenen - Pressemitteilung
150629 PM-14-15 Zwangsarbeiterentschädig
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Touristik Webseite der Stadt Lyck (auf polnisch) oben rechts kann mittels Google die Sprache auf Deutsch gewechselt werden.


Link zur Webseite: Touristik-Lyck






»Das hat sie nicht verdient«


Der Streit um das Bad Nenndorfer Denkmal von Agnes Miegel, der »Mutter Ostpreußens«, hat ein trauriges Ende gefunden

Das amtliche Schreiben aus Bad Nenndorf habe sie sehr deprimiert, erzählt Dr. Marianne Kopp. Sie wolle als Vorsitzende der Agnes-Miegel-Gesellschaft doch die Schönheit des Werks der Dichterin bekannt machen und nicht zusehen müssen, wie ihr Andenken verleumdet werde. Der Brief von der Stadtverwaltung war in einem schroffen Beamtendeutsch gehalten. Man möge doch bitteschön das Denkmal bis zum 13. Februar 2015 aus dem Kurpark entfernen. 
Nachdem der Bürgerentscheid am 11. Januar dieses Jahres für den Erhalt der etwa einen Meter großen Bronze-Statue im Kurpark gescheitert war, hatten es die Verantwortlichen im niedersächsischen Bad Nenndorf anscheinend sehr eilig, das in Ungnade gefallene Objekt loszuwerden. 
Ihr Schreiben ist der vorläufige Schlusspunkt eines Vorgangs, der nicht nur die Anhänger von Agnes Miegel entsetzt. Profilierungssucht, Ignoranz und Scheinheiligkeit zerstören das Ansehen einer Dichterin, die es wie keine andere vermocht hat, ostpreußische Themen über den Bereich der Heimatliteratur hinaus in den Raum der großen deutschen Literatur zu stellen.
Aber von Anfang an: Nach der Flucht aus Königsberg im Februar 1945 mit einem der letzten Flüchtlingsschiffe findet Agnes Miegel einige Jahre später in Bad Nenndorf ihre Altersheimat (siehe auch PAZ-Ausgabe 43 von 2014, Seite 10). Eineinhalb Jahrzehnte lang ist sie hier als Künstlerin tätig und schafft unter anderem Altersgedichte, die zu den schönsten der deutschen Literatur gehören. Kritikerpapst Marcel Reich-Ranicki wird sie unter anderem dafür Jahre später in seinen Kanon der deutschen Literatur aufnehmen.
Aber auch zu Lebzeiten ist die „Mutter Ostpreußens“ eine hochverehrte Künstlerin. In ihrem Haus in Bad Nenndorf empfängt sie prominente Besucher und Verehrer, darunter im Juni 1961 auch Willy Brandt, damals Kanzlerkandidat der SPD und Regierender Bürgermeister von Berlin.
Als Agnes Miegel am 26. Oktober 1964 im Alter von 85 Jahren stirbt, wird sie als Ehrenbürgerin der Gemeinde Bad Nenndorf auf dem dortigen Bergfriedhof bestattet. 1969 gründet sich dann die Agnes-Miegel-Gesellschaft. Von der Gemeinde kaufen ihre Mitglieder 1971 das Bad Nenndorfer Haus, in dem die Dichterin zur Miete gewohnt hatte. Sie setzen es instand und machen es wenige Jahre später der Öffentlichkeit als Gedenkstätte zugänglich. 1994, zum 30. Todestag von Agnes Miegel, wird dann die Bronze-Statue, gefertigt vom Essener Bildhauer Ernst Hackländer, im Kurpark eingeweiht. Der Unternehmer Willibald Völsing stiftete die Skulptur der Agnes-Miegel-Gesellschaft. Ausdrücklich auf Wunsch des damaligen Kurdirektors Hans-Joachim Schick wird sie nicht am Haus der Dichterin platziert. Stattdessen soll sie den Kurpark verschönern. „Was kann es Schöneres geben, als Agnes Miegel … für ihr dichterisches Wirken in Bad Nenndorf besondere Anerkennung entgegenzubringen“, erklärt noch im Jahre 2004 Hartmut Manthey, ebenfalls ein ehemaliger Kurdirektor des Ortes.
2013 folgt dann die abrupte Kehrtwende: Ein Ratsbeschluss legt fest, dass die Skulptur entfernt werden muss. Agnes Miegel wird ihre Nähe zum Nationalsozialismus vorgeworfen. Unter anderem habe sie ein verherrlichendes Gedicht auf Adolf Hitler geschrieben. Nach 1945 habe sie sich niemals vom Nationalsozialismus distanziert. 
Kompletter Unfug, sagen Miegel-Experten. „Agnes Miegel war nie ein politisch denkender Mensch und durchschaute nicht, wie das NS-Regime sie für seine Ziele und Zwecke instrumentalisiert“, erklärt zum Beispiel Marianne Kopp. „So erlag sie, wie unzählige andere, dem Banne Hitlers und seiner Propaganda und trat der NSDAP bei – zumal Hitler sich in dem seit dem Versailler Vertrag vom übrigen Reich abgetrennten Ostpreußen als ein Retter darstellte.“ 
Erst nach dem Ende der Hitler-Ära hörte Agnes Miegel von dem Unrecht, den Gewalttaten, den Konzentrationslagern und litt schwer darunter. Im Gegensatz zu anderen gab sie aber zu, an Hitler geglaubt zu haben. Mit Gott allein wollte die gläubige, tiefreligiöse Christin dies ausmachen. Ihr Entnazifizierungsurteil im Jahre 1949 lautete ausdrücklich „entlastet“. Wörtlich heißt es dort: „Sowohl Motive wie Handlungen haben niemals NS-Geist verraten.“
Auch viele Bad Nenndorfer Bürger wollen nichts auf „ihre“ Agnes Miegel kommen lassen. Eine derartige Behandlung habe sie einfach nicht verdient, lautet ihre Meinung. So wird nach dem Ratsbeschluss von 2013 ein Bürgerentscheid für den 11. Januar 2015 angesetzt. Es gehört zur Tragik der Geschichte, dass er knapp scheitert. 77 Prozent der Wähler stimmten für den Verbleib des Denkmals, 23 Prozent dagegen. Allerdings hätten mindestens 25 Prozent der 9000 Stimmberechtigten an der Wahl teilnehmen müssen. Es sind knapp 21 Prozent.
Eiligst verfassen die Bad Nenndorfer Verantwortlichen ihr „Rauswurf-Schreiben“. Marianne Kopp erklärt, dass die Skulptur nun einen Platz im Garten des Agnes-Miegel-Hauses finden soll. Wer sie dort besucht, wird dann sicherlich auch die Inschrift zu Füßen der Plastik lesen. Es ist eine Miegel-Zeile von 1950 und das genaue Gegenteil jedweden nationalsozialistischen Gedankengutes. „Nichts als den Hass zu hassen“ steht dort.     Frank Horns


Wasserturm von Lyck
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