In dieser Rubrik werden Veranstaltungen veröffentlicht, die nicht von der Kreisgemeinschaft Lyck veranstaltet werden. Anfragen zu den jeweiligen Veranstaltungen bitte direkt an die Veranstalter schicken. Diese Informationen sind rein informativ, die Kreisgemeinschaft Lyck hat mit den Veranstaltungen nichts zu tun.
Das neue Kant-Museum im Ostpreußischen Landesmuseum
Seit März 2026 zeigt das Kant-Museum die erste Dauerausstellung in der Bundesrepublik Deutschland zu Immanuel Kant, dem revolutionären Denker der Aufklärung. Einzigartige Objekte zeigen den Menschen Kant; im Zentrum stehen aber seine Ideen und ihr Einfluss auf unsere heutige Welt.
Die Ausstellung macht seine Philosophie durch Inszenierungen und interaktive Stationen einem breiten Publikum zugänglich und regt – ganz im Sinne Kants – zum „Selberdenken" an. Entdecken Sie die Welt des großen Aufklärers aus Königsberg.
Nach einem biographischen Einstieg gliedert sich die Ausstellung in drei große Bereiche: Erkenntnis, Moral und Politik – immer mit Bezug zur Gegenwart. Wo sind die Grenzen unserer Erkenntnis und Freiheit im Zeichen von Künstlicher Intelligenz? Bietet der Kategorische Imperativ Antworten auf die Herausforderungen auch künftiger Generationen, etwa im Klimawandel? Welche Ideen von Kant haben sich in Grundgesetz, EU und UNO niedergeschlagen? Immer wieder wird gefragt: Wie wirkt Kants Denken heute? Wie können wir ihn kritisch weiterdenken? Erkunden Sie die Vielfalt der einzelnen Stationen und wählen Sie Ihren Fokus
25. April bis 18. Oktober 2026 (Sonderausstellung)
The Seen and the Unseen.
Holger Trülzsch & Vera Lehndorff (Veruschka)
In Kooperation mit Holger Trülzsch, Fotograf und künstlerischer Weggefährte von Vera Lehndorff, präsentiert das Ostpreußisches Landesmuseum eine Sonderausstellung ausgewählter, als fotografische Performances konzipierte Bodypainting-Fotografien.
Vera Lehndorff wurde 1939 in Königsberg geboren und wuchs auf Schloss Steinort auf. Ihr Vater war als Gutsherr in das Attentat vom 20. Juli 1944 involviert und wurde im Herbst desselben Jahres von den Nationalsozialisten hingerichtet. In den 1960er-Jahren wurde sie als Fotomodell entdeckt und erlangte unter dem Namen „Veruschka“ internationale Berühmtheit. Mit ihrer Rolle im Film „Blow-Up“ von Michelangelo Antonioni etablierte sie sich auch als Schauspielerin. Sie gilt als eine der Ikonen der 1960er- und 1970er-Jahre und als erstes deutsches Supermodel.
Zusammen mit Holger Trülzsch schuf sie in den 1970er und 1980er Jahren unterschiedliche Foto-Projekte, in deren Mittelpunkt die Inszenierung und künstlerische Verfremdung ihres Körpers mittels Bodypainting stand. Sie sind damit frühe Pioniere der Kunst der Körperbemalung. Ihre Werke wurden bereits in den renommiertesten Museen in den USA und Europa gezeigt, unter anderem in New York, Paris und Mailand.

Neue Kabinettausstellung:
Der kleine Herr Jakob – die Bilderwelt des Hans Jürgen Press
28. März 2026 bis 16. August 2026
Ausstellungseröffnung: Freitag, 27. März 2026, 18.30 Uhr, Eintritt frei!
In dieser Kabinettausstellung würdigt das Ostpreußische Landesmuseum den
Karikaturisten, Illustrator und Kinderbuchautor Hans Jürgen Press, der in diesem Jahr
100 Jahre alt geworden wäre.
Hans Jürgen Press wurde in Klein Konopken in Masuren geboren. Ab 1953 arbeitet er
für das „sternchen“, die Kinderbeilage des „stern“. Dort veröffentlichte er zunächst
Suchbilder, Spiel- und Basteltipps sowie kleine Experimente und naturkundliche
Beiträge. Große Bekanntheit erlangten „Die Abenteuer der ‚schwarzen hand‘“ –
Fortsetzungsgeschichten mit Text-Bild-Rätseln – und der „Kleine Herr Jakob“ – eine
Comicfigur mit Schnauzbart und Melone, die zunächst wortlos, später mit gereimtem
Text alltägliche Abenteuer erlebte. Press gilt als einer der Wegbereiter der
Wimmelbilder. Seine zahlreichen Werke wurden in über 30 Sprachen übersetzt.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Sohn des Künstlers, Julian Press.
Erstmals werden bislang unveröffentlichte Originalzeichnungen gezeigt, die Einblicke in
den Entstehungsprozess der beliebten Figuren und Bildgeschichten geben. Interaktive
Elemente erlauben auch, die Rätsel selbst auszuprobieren und zu lösen.
Die Ausstellungseröffnung beginnt mit einer Begrüßung durch den Direktor des
Ostpreußischen Landesmuseums, Dr. Joachim Mähnert. Danach führt Julian Press in das
Werk seines Vaters ein. Die Kuratorin Hannah Janowitz M. A. wird die Ausstellung im
Anschluss eröffnen. Musikalisch wird die Vernissage begleitet durch Kristina Mohr
(Saxophon).
Kant Museum
Die neue Dauerausstellung zu Immanuel Kant eröffnet im Ostpreußischen Landemuseum Ab dem 12. März 2026
Pressevorbesichtigung am Di., 10.3.2026, 14 Uhr
mit Museumsdirektor Dr. Joachim Mähnert und Kurator Dr. Tim Kunze
Bitte anmelden unter [email protected], Akkreditierungsfrist Fr. 6.3.26
Mit einem feierlichen, nicht öffentlichen Festakt eröffnet das Ostpreußisches
Landesmuseum am 11. März 2026 sein neues Kant-Museum.
Ab dem 12. März 2026 ist das neue Kant-Museum für die Öffentlichkeit zugänglich.
Es handelt sich um die erste und einzige Dauerausstellung in der Bundesrepublik
Deutschland zu Immanuel Kant, dem revolutionären Denker der Aufklärung.
Die Ausstellung widmet sich umfassend dem Leben, Denken und der Wirkung des
großen Philosophen aus Königsberg. Sie rückt Kant nicht nur als historische
Persönlichkeit in den Mittelpunkt, sondern vor allem als Ideengeber, dessen Denken bis
heute unser Verständnis von Wissen, Moral, Politik und Freiheit prägt.
Einzigartige Exponate eröffnen persönliche Einblicke in den Menschen Kant, während
Inszenierungen und interaktive Stationen seine komplexe Philosophie anschaulich und
lebendig vermitteln.
Ganz im Sinne Kants lädt die Ausstellung zum „Selberdenken“ ein: Besucherinnen und
Besucher sind eingeladen, sich aktiv mit seinem Denken auseinanderzusetzen und
Bezüge zur Gegenwart herzustellen. Wie beeinflussen Kants Ideen unsere heutige
Welt? Wo sind sie noch aktuell – und wo fordern sie zum kritischen Weiterdenken
heraus?
Nach einem biografischen Einstieg zur Lebenswelt des Philosophen gliedert sich die
Dauerausstellung in drei zentrale Themenbereiche: Erkenntnis, Moral und Politik. Jeder
Bereich bietet unterschiedliche Zugänge und Vertiefungen, sodass Besucherinnen und
Besucher ihren individuellen Schwerpunkt wählen und Kant aus verschiedenen
Perspektiven entdecken können.
Mit dem neuen Kant-Museum setzt das Ostpreußische Landesmuseum einen
innovativen Akzent in der deutschen Museumslandschaft. Das Museum versteht sich
nicht nur als museale Auseinandersetzung mit einem zentralen Vertreter der
europäischen Geistesgeschichte, sondern als lebendiger Denkraum, der Vergangenheit
und Gegenwart miteinander verbindet und zur Auseinandersetzung mit grundlegenden
Fragen des menschlichen Zusammenlebens anregt. So wird das Museum zu einem Ort
des aktiven Nachdenkens über Kant – und über uns selbst.

Archivarbeit des Ostpreußischen Landesmuseums sichergestellt!
Die Erinnerung an die frühere Provinz Ostpreußen wachzuhalten ist zentraler Kernauftrag des Ostpreußischen Landesmuseums in Lüneburg. Eine zeitgemäße Erinnerungsarbeit ist mit historischer Genauigkeit verbunden. Nun wurde die bislang befristete Archivarstelle am Museum durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages verstetigt. Damit kann für die Wissenschaft und für die interessierte Öffentlichkeit ein großer Bestand an Archivmaterial aufgearbeitet und zugänglich gemacht werden.
Infolge der Kriegsverheerungen, Flucht und Vertreibung bei der Eroberung Ostpreußens 1944/45 sowie einer in der Sowjetzeit dem deutschen Kulturerbe gegenüber ablehnenden Politik dort ist in erheblichem Umfang Archivmaterial zerstört worden oder verloren gegangen. Was gerettet werden konnte, ist seither verstreut und findet sich vor allem in deutschen, polnischen, litauischen und russischen Archiven. Verzeichnungen und Zitierungen aus der Zeit vor 1945 sind daher ungültig. Angesichts dieser sehr schwierigen Quellenlage überrascht es nicht, dass an hiesigen Universitäten trotz seiner großen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Bedeutung kaum noch zu Land und Leuten der früher östlichsten Provinz Deutschlands geforscht wird. Ohne moderne Historiographie steht aber auch jede museale Arbeit vor großen Herausforderungen.
Das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung sammelt, bewahrt und vermittelt ostpreußisches Kulturgut aus allen Epochen. Entsprechend verfügt es auch über einen großen Bestand an Archivmaterial: Briefe, Fluchtberichte, Künstlernachlässe, Dokumente, Urkunden, Karten, Postkarten, Fotografien und vieles mehr, welches insbesondere aus dem 19. und 20. Jahrhundert stammt. Vieles stammt aus Privathaushalten, aber auch aus bestehenden Sammlungen, deren Bestand sonst verloren gegangen wäre. Immer wieder erfolgen Anfragen von Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland.
Seit 2022 ist ein Archivar am Museum angestellt, der den Bestand sichtet, sortiert, konservatorisch korrekt verpackt und in eine Datenbank verzeichnet. Mit dem neuen Erweiterungsbau für eine Dauerausstellung zu Immanuel Kant entsteht parallel auch ein professionelles Lager für Archivgut. Seither sind weitere Zugänge erfolgt, darunter bedeutende Nachlässe wichtiger Persönlichkeiten.
Mit der Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags wurde diese Stelle jetzt verstetigt. Damit ist endlich in Deutschland eine dauerhafte professionelle Archivarbeit für Ostpreußen sichergestellt, sodass die Sammlungstätigkeit fortgesetzt werden kann, aber auch Digitalisierungen und mehrsprachige Thesauri konzipiert und in den Folgejahren realisiert werden können.
Lüneburg entwickelt sich damit stetig weiter zu einem Wissenschafts- und Kompetenzzentrum für das nordöstliche Europa. Neben dem Museum zählt dazu das benachbarte Nordostinstitut (IKGN e.V.) als An-Institut der Universität Hamburg – wie das Museum vom Bundesministerium des Innern institutionell finanziert – mit einer exzellenten Fachbibliothek inklusive modernem Lesesaal, in dem übrigens auch die Bibliothekbestände des Museums eingesehen werden können.
Ein weiterer zentraler Partner ist das Carl-Schirren-Archiv im Brömsehaus, das deutschbaltisches Material sammelt und verzeichnet. Lüneburg steht damit nicht nur über seine einzigartige Altstadt, sondern auch auf wissenschaftlicher Ebene ganz in der Tradition einer europäisch wirkenden Hansestadt.
Die Ostpreußische Kulturstiftung als Museumsträgerin und das ganze Museumsteam danken den Abgeordneten des Deutschen Bundestags für diese wissenschaftlich und kulturell wichtige und zukunftweisende Entscheidung.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen!
Freundliche Grüße
i.A. Raja Nicolaisen
Wissenschaftliche Volontärin
------------------------------------------------
Ostpreußisches Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung
und Brauereimuseum
Heiligengeiststraße 38
D-21335 Lüneburg
T. (+49) 04131 75995-28
Ein neues Buch von Manfred Stahnke ist erschienen.
Darin behandelt er seine Mutter Irmgard, geb. Redwanz, 1922 in Lyck (verstorben 2014).
Ihr Vater Gustav Redwanz war in Lyck Finanzbeamter. Irmgard floh 1944 mit ihrer Mutter aus der Bismarckstraße 37, während der Vater noch als Volkssturmmann durch Ostpreußen irrte und die Schwester Edith im Arbeitsdienst war.
Zitat von Herrn Stahnke:
"In meinem Buch kommen mehr als 60 ihrer Bilder vor, außerdem sehr viele ihrer Schriften über die Seen Ostpreußens, die Menschen auch, und zur ostpreußischen Geschichte. Außerdem zitiere ich aus ihren Aufzeichnungen zu ihrer haarsträubenden Flucht."
Das Buch ist bei BoD erwerblich (der Name enthält eine Weiterleitung zum Shop):
Die masurisch-holsteinische Malerin in ihren Zeichnungen, Gemälden und Schriften
Öffnungszeiten: täglich außer montags 10.00 bis 18.00 Uhr
Das gilt auch für das angrenzende Brauereimuseum Lüneburg.
Ein Kalender der Kreis- und Landesstädte Ostpreußens für 2026 wurde von der Landsmannschaft Ostpreußen herausgebracht und kann bestellt werden.
Auf mehr als 5.000 Quadratmetern bietet das Dokumentationszentrum Ausstellungen, eine Bibliothek & Zeitzeugenarchiv, einen Raum der Stille, Veranstaltungen und Bildungsangebote.
Unsere Ständige Ausstellung beleuchtet über zwei Etagen politisch, ethnisch und religiös begründete Zwangsmigrationen vor allem im 20. Jahrhundert in Europa
und darüber hinaus. Flucht und Vertreibung der Deutschen im und nach dem von Deutschland ausgegangenen Zweiten Weltkrieg bilden einen Schwerpunkt unserer Arbeit.
Öffnungszeiten
Di - So 10 - 19 Uhr
Bibliothek & Zeitzeugenarchiv
Di - Fr 10 - 19 Uhr
Eintritt frei
Tickets mit Zeitfenster können über die Webseite gebucht werden:
https://www.flucht-vertreibung-versoehnung.de/de/home
Stresemannstr. 90
10963 Berlin
direkt am Anhalter Bahnhof